In der Vergangenheit hatten wir bereits recht ausführlich die Nützlichkeit und Gefahren von Smartphones oder allgemein “Mobiel Devices” beleuchtet. Die Probleme, welche wir euch damals gezeigt haben sind vielfältig und manchmal mehr, manchmal weniger ausgeprägt. Sei es der “Zeitdiebstahl”, Burn-Out durch selbstgemachten “immer-online-sein”-Stress oder allein das Problem, ohne Gerät nicht mehr zurecht zu kommen.
Doch mir ist noch etwas aufgefallen, nachdem ich über die letzten Wochen und Monate mein Verhalten beobachtet habe: teilweise und bei “richtiger” Nutzung können mobile Geräte wirklich Zeit sparen und die Effizienz erhöhen. Das klingt insofern erst einmal “lustig” als dass anfangs dieser Punkt ja sicher auch ein Ziel war, nur wie es mir scheint, rückt das neben den ganzen Spielen, und wenn es nur 5-Minuten-Spiele wie Angry Birds sind, in den Hintergrund.
Deshalb an dieser Stelle einige Erfahrungen von mir und Tipps, wie es möglich ist, zeitsparend aber dennoch effektiv mit mobilen Geräten zu arbeiten.
Ich könnte hier jetzt zwar sehr aufwendig alle möglichen Nutzergruppen beschreiben, aber ich finde es reicht schon, wenn ich das Ganze anhand von mir selbst aufziehe, für’s Übertragen auf sich selbst ist dann jeder allein zuständig.
Was gibt es zu mir zu sagen? Ich blogge viel, fotografie noch mehr, gehe aber auch noch zur Schule und habe, irgendwo ganz weit weg, auch ein soziales Miteinander (ja, man glaubt es kaum, aber das gibt es noch) abseits von Facebook, Twitter und Co.
Es gehört dabei für mich zum Tagesablauf dazu, morgens, mittags, abends und mehrfach zwischendurch meine E-Mails zu checken, nach Nachrichten, Erwähnungen und mehr zu gucken. Bevor ich ein Mobilgerät dazu hatte, geschah das immer am Laptop bzw. PC mit dem Nachteil: man macht gleich noch andere Dinge mit, die man eh dort machen wollte, und wenn nicht viel Zeit ist, geht die schnell ins Lande.
Seit einiger Zeit trenne ich da recht strikt: am iPod auch unterwegs mal schnell nach E-Mails gucken, Twitter, Facebook etc. läuft auch darüber. Wenn dann wirklich etwas sein sollte, was an dem winzigen Bildschirm zu aufwendig ist, nehme ich entweder das iPad daheim (das eh für die Familie “herumliegt”) oder dann den PC. Letzteres aber eben nur, wenn ich etwas tun muss, was anders nicht geht.
Der Vorteil des Ganzen ist: an einem so kleinen Display wie dem des iPods ist man zwar in der Lage, kleinere Dinge wie kurze Mails, Twitter etc. zu erledigen, aber richtig arbeiten kann man damit nicht, man kommt gar nicht in Versuchung. Dafür hat man dann, wenn man am PC etwas arbeitet, im Grunde schon das meiste abgecheckt, schaut vielleicht nochmal in seine E-Mails und das war es auch. Ich selbst “diszipliniere” mich da auch insoweit, als dass während der Arbeit, sei es für die Schule, Bearbeiten von Fotos, oder Schreiben von Artikeln, kein Twitter-Client, kein Facebook-Tab und kein E-Mail-Konto offen ist. Denn jede Störung lenkt nur ab und man macht zwar viel gleichzeitig, aber nichts wirklich gut und richtig.
Meine Beobachtung diesbezüglich sieht dann auch so aus: es entsteht gar nicht mehr das Gefühl, jetzt noch an den PC zu müssen, um “schnell” E-Mails abzurufen. Denn dieses “schnell” endet, zumindest bei mir, sonst in “schon wieder so lange am PC gesessen”, weil man eben dann doch so viel noch macht, was man gar nicht wollte.
Hingegen am iPod schaue ich kurz in die Mails, Facebook, Twitter, Google+ und Feedreader und das war es auch schon, Zeitaufwand jeweils maximal 5 Minuten, über den Tag verteilt ist das kaum etwas. Ist irgendwas unter den News, das relevant ist, kommt es in die To-Do und ist beim Hochfahren des PCs schon per Cloud drauf gesynct (dazu hier auch mehr) sodass ich dann nahtlos anfangen kann, daran zu arbeiten.
Soweit so gut, ihr habt jetzt viel Text hinter euch, wenn ihr den nur überflogen habt, könnt ihr ihn entweder nochmal richtig lesen oder die folgenden Tipps mitnehmen:
- unwichtige Dinge wie Social Networks auf’s Mobile beschränken
- nur eine Aufgabe auf einmal: während des Arbeiten kein anderes Zeug nebenher
- ruhig selbst “einschränken” und weniger Wichtiges zeitsparend auslagern
- sich nicht verzetteln
Ich bin mir bewusst, dass die Tipps weder sehr konkret noch für jeden hilfreich sind, doch ich denke und hoffe, ich konnte mit dem obigen Text herüberbringen, was mein Grundanliegen und meine Ansicht zu dem Ganzen ist. Des weiteren denke ich, dass jeder sein eigenes Nutzungsverhalten von PC, Smartphone etc. reflektieren und hinterfragen sollte, auch in Bezug auf die Zeit, die das alles frisst. Ich war mir außerdem mit dem Titel des Artikels nicht ganz im Klaren und habe geschwankt, er ist nicht 100% passend aber “ganz okay”. Wenn ihr nun also total verwirrt seid oder gar nicht wisst, was ich euch sagen will, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen, ich werde die Fragen alle beantworten!
achisto
Neuste Artikel von achisto (alle ansehen)
- Mein Netzverhalten im Internet - Sa, 27. April 2013
- Die Telekom und Drosselung: meine Meinung - Mo, 22. April 2013
- Ein Testmonat bei Watchever und mein Fazit - Sa, 20. April 2013
- Die deutsche Telekom und ihr Service - Mi, 10. April 2013
- Hörbücher für iPod und iPhone selbst erstellen - Mi, 13. Februar 2013
Pingback: Anonymous
Gute Idee für einen Artikel! Die Smartphones haben halt einen riesen Nachteil, die Akkulaufzeit…
Das stimmt bedingt, da die Hersteller teilweise eingesehen haben, dass Akkulaufzeit die vielleicht mal mehr als nur einen halben Tag beträgt, wichtiger ist als noch mehr und noch größere Leistung, kann man zumindest hoffen, dass in der Zukunft dort bessere Bedingungen herrschen!
Das Problem mit den mobilen Geräten ist identisch zu allen anderen: Ablenkung. Notification-Gewitter. Social-Networks sind nur einen Griff in die Hosentasche entfernt, da ist die Versuchung groß und die Hürde gering. Dass die ständige Ablenkung aber Zeit frisst, ist da nur logisch.
Will man ein mobiles Gerät ernsthaft dazu nutzen, Zeit zu sparen, muss man – wie überall anders auch – strukturiert arbeiten. Ähnliche Aufgaben verknüpfen, eine Aufgabe auf einmal erledigen und bestenfalls anhand einer Liste Dinge abarbeiten, um sich nicht zu verzetteln. Dazu kommt auch ein gewisses Planungs- und Organisationsgeschick.
Ich checke auch viel zu häufig Mails und Social Networks über den Tag verteilt, habe aber für mich Später-Lesen-Dienste wie Pocket entdeckt. Falls ich auf etwas interessantes stoße, ich aber gerade im Zwischendurch-mal-checken-Modus bin, kommt es in die Pocket-Liste. Bei Tweetbot (Twitter-Client) und Reeder (Feedeader) ist Pocket integriert. Fehlen tut es mir noch bei Facebook und Safari, allerdings gibt es hier den Umweg über das Bookmarklet.
Dadurch kann ich Texte lesen, wenn ich mir die Zeit dafür nehme. Stichwort ähnliche Aufgaben zugleich abarbeiten.
Alles andere wandert bei mir in eine ToDo-Liste (Things), bei der sehr darauf bedacht bin, strukturiert zu arbeiten. Things gibt mir dazu alles an die Hand, was ich benötige (Projekte, Planung, Focus-Bereiche). Dadurch kann ich sowohl private als auch berufliche Aufgaben managen.
Links dazu:
Pocket: http://www.ienno.de/pocket-leseliste/
Things: http://www.ienno.de/things-task-manager-flagschiff/
Der Workflow passt sicher nicht auf jeden, aber das Grundprinzip des ablenkungsfreien, strukturierten Arbeitens lässt sich vermutlich auf nahezu jeden Bereich anwenden.
Ähnlich handhabe ich das auch, bei Twitter bzw. in meinem Fall Tweetbot ist, wie du schon richtig sagtest, die Möglichkeit etwas später zu lesen integriert. Mit Things konnte ich mich bisher nicht ganz anfreunden, da habe ich noch eine ToDo-Liste rein aus Papier!