Sie wird immer dreister, die Institution, welche sich GEMA “Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte” schimpft. Wie es wohl jeder mitbekommen hat soll es zum Jahresbeginn 2013 eine Tarifreform geben. Aus den bisher elf verschiedenen Tarifmodellen sollen zwei enstehen, eines für die Live-Musik und eines für die Tonträgermusik.

Musiker und Veranstalter - Sklaven der GEMA, häufig in der Kritik und jetzt die nächste Unverschämtheit, gebt der GEMA keine Chance - jetzt Petition unterzeichnen! (Bild: http://magnetic-music.com/aktion/sklaven-der-gema.html)
Die GEMA begründet dies mit deutlichen Vergünstigungen und Vereinfachung von den Gebührenmodellen. Doch in Wahrheit steht pure Abzocke gegenüber Großveranstaltungen im Raum. Ein Rechenbeispiel hat die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. veröffentlicht, welche Gebührenzuschläge um hunderte, gar tausende % deutlich macht:
Beispielrechnung:
“Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgroßen Discothek mit 2 Dancefloors von z.B. 410 und 310 qm bei einem Eintrittsgeld von 8 Euro erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) von 21.553 Euro netto/Jahr auf 147.916 Euro netto/Jahr (+ 686 %).”
Dass dies existenzbedrohend ist für Diskothekenbetreiber und Live-Events, das kann sich jeder selbst ausrechnen – sei er/sie noch so schlecht in Mathe. Ein gutes Beispiel lässt sich bereits mit der Kieler Woche 2012 anführen – dort werden ab diesem Jahr erstmalig Gebühren für die Musikveranstaltungen fällig. Die Stadt Kiel und die Sponsoren, welche in den letzten Jahrzehnten immer beliebte Top Acts nach Kiel geholt hatten schaffen es nicht mehr, die hohe Gebührenlast von GEMA, GVL und neuen Sicherheitsauflagen zu bewältigen. Aus diesem Grund springen dieses Jahr nun private Sponsoren mit ein, welche natürlich auch im Gegenzug Eintrittsgelder verlangen. Damit geht eine lange Tradition zu Ende – kostenlose Musik für alle auf dem Weltgrößten Segelevent in Kiel.

Die Kieler Woche, Stadtfest, weltgrößtes Segelevent in Kiel - bis heute waren die Konzerte kostenlos, nun müssen wir zahlen - dank der GEMA
Der Ärger der Bürger auf die GEMA ist groß und auch die kieler Diskothekenbetreiber schimpfen, da auf sie Mehrkosten in Höhe von ca. 400% zukommen. “Das kann man nicht einfach mal so kompensieren, so viel Gewinn machen wir nicht einmal im Jahr!”.
Natürlich wollen wir das Alles nicht auf uns sitzen lassen, deshalb an dieser Stelle der Auruf zur Petitionsunterzeichnung gegen die Tarifreform der GEMA. Gebt diesem kriminellen Verein keine Chance und zeichnet mit! Es dauert keine Minute und es lohnt sich!
Direktlink: http://openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass
Twitter: http://bit.ly/HelMEu
Die 100.000 sind schon geknackt und diese Petition hat das Ding zur größten Petition Deutschlands. Der bisherige Rekord liegt bei 186.356 Unterschriften. Diese Petition läuft aber noch satte vier Monate und die Zahl der Unterzeichner ist riesig. Helft mit!
- Zhi-Bai D.
Deng Zhi-Bai
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Aber ist es nicht viel mehr so, dass gerade irgendwelche Großraumdiskos einen riesen Umsatz machen und es hier ja vielmehr darum geht, diese mehr zu belasten und z.B. Clubs, in denen Livemusik gespielt wird, zu entlasten. Denn die haben davor ja um ein vielfaches mehr zahlen müssen und in die Röhre geguckt.
Großraumdiskotheken machen nicht unbedingt einen “Riesenumsatz” – da ich für eine selbst arbeite nebenberuflich kann ich sagen, dass dort auch sehr häufig miese tage sind. Das Geschäft mit der Feier ist eben schwer kalkulierbar und das Problem ist: es ist auf diese Problemstellung gerichtet (Chancen für kleinere Veranstaltungen) Problem ist man hat vergessen: Es gibt auch Unmengen an Großveranstaltungen, welche keinen gewinn machen oder gar gemeinnützig sind. Da ist es leider pure Abzocke. Und der Großteil sind nicht etwa Diskotheken, sondern genau diese Großveranstaltungen anderer Art.
Vorher gab es ein Zehn-Stufen Modell, welches nach Raumgröße, Besucherzahlen und Co. die Gebühren errechnet hat -> Mehr Kompromissmöglichkeiten und individuelle Absprachen… und welche nicht pauschal gesagt hat du bist groß, du zahlst einfach mal mehr als das Dreifache vom bisherigen.