Leichter Bloggen – Word und WordPress

Viele von euch kennen es, der WordPress-interne Editor ist entweder zu langsam, stürzt häufig ab oder formatiert falsch. Hinzu kommt, dass man nur mühsam Grafiken, Tabellen und Co. Formatieren kann.
Es mag viele Plug-Ins geben, wie den TinyMCE Advanced, welche einem das Leben vereinfachen sollen, doch meistens haben sie auch einen Nachteil: Ein Plugin mehr = weniger Performance.

Viele werden sich deshalb, genauso wie ich, nach Alternativen umgesehen haben. Da gibt es zum Beispiel die WordPress App für Tablet und Smartphone. Außerdem noch Offline-Editoren wie Microsoft Live Writer und viele andere. Doch meistens möchte man Funktionsvielfalt eines Textbearbeitungsprogrammes, wie Word oder Open Office, nicht missen. Außerdem kennt man diese Textbearbeitungsprogramme meist schon aus Beruf, Studium und Schule.

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Warum also das Rad neu erfinden? Im Folgenden zeige ich euch, wie man mit Microsoft Word 2010 einen Artikel für WordPress verfasst und anschließend veröffentlicht. Microsoft hat nämlich seit Version 2007 praktische Veröffentlichungsoptionen eingebaut für WordPress und Co. Die Einrichtung dauert nicht lange und die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Erstellen von Artikeln in einer gewohnten Umgebung
  • Leichtes Einfügen von Grafiken, Tabellen, Formen und Co.
  • Lokale Sicherungskopien mit einem Klick
  • Angenehmes Arbeiten ohne scrollen oder Ladezeiten

Lets get started!

Was wir brauchen:

  • Zugangsdaten für WordPress
  • Die URL zur xmlrpc.php (befindet sich unter http://adresse.zum/blog/xmlrpc.php)
  • Aktivierte Fernveröffentlichungsoptionen in WordPress (zu finden unter Dashboard > Einstellungen > Schreiben > XMLRPC Haken setzen)
  • Microsoft Word 2010 (für Version 2007 ähnlich)

How To:

  1. Startet Microsoft Word 2010
  2. Klickt auf Datei > Speichern und Senden
  3. Wählt dann auf der rechten Seite “Als Blogbeitrag veröffentlichen” > “Als Blogbeitrag veröffentlichen”

 

  1. Nun sollte ein Fenster erscheinen, in welchem ihr ein neues Blogkonto einrichten könnt:

    Wählt dort WordPress aus und klickt anschließend auf “Weiter”.

  2. Nun müsst ihr eure Benutzerdaten, sowie die URL zur XMLRPC.PHP eingeben:

  3. Anschließend ist euer Konto fertig eingerichtet und Word präsentiert sich in einer leicht modifizierten Version extra für Blogger:

  4. Nun könnt ihr wie gewohnt euren Artikel schreiben, formatieren und mit Bildern versehen. Anschließend reicht ein Klick auf “Veröffentlichen und der Artikel landet inklusive aller Bilder auf eurem Blog!

    Klickt man auf den kleinen Pfeil des “Veröffentlichen” Buttons, so kann man alternativ auch nur erst mal einen Entwurf hochladen und dann Live begutachten.

Extras

Word bietet einige Extras, welche einem das Leben erleichtern:

  1. Man kann über den Button “Vorhandenen Beitrag öffnen” bereits bestehende Artikel herunterladen und ebenfalls in Word bearbeiten.

  2. Man kann alle seine Artikel über die Speichern-Funktion lokal auf dem Computer abspeichern. Natürlich funktioniert der Export in PDF oder das Ausdrucken wie von Word gewohnt!
  3. Über “Kategorie einfügen” lässt sich ein Feld unter dem Artikeltitel einblenden, wo man den Artikel in eine Kategorie einordnen kann oder eine neue Kategorie erstellen kann.
  4. Es können beliebige Word-Artikel als Blogbeiträge veröffentlicht werden. Öffnet dazu ein Dokument und führt Schritte 1 – 3 aus der obigen Anleitung aus und ihr solltet wieder in der Blogansicht landen, wo ihr dann per Klick auf “Veröffentlichen” das Dokument veröffentlichen könnt.

 

Nachteile

Das ganze hat allerdings noch einige kleine Nachteile:

  1. Schmerzlich vermissen tut man die Funktion, den Artikel zu taggen vor dem Upload.
  2. Ebenso fehlt eine Live-Webvorschau
  3. Manchmal können nicht alle Formatierungen und Sonderzeichen übernommen werden, was aber WordPress an sich geschuldet ist.

 

Fazit

Meiner Meinung nach ist es um einiges leichter einen Artikel in Word zu verfassen, hochzuladen und anschließend nur noch eine kurze Endkontrolle in WordPress zu machen um den Artikel dann zu veröffentlichen. Der WordPress interne Editor hat bei mir ausgedient. Die ganzen dedizierten Blogging-Programme mögen zwar besser geeignet sein, doch man muss sich noch zusätzlich einarbeiten/umgewöhnen. Und nicht zum Schluss gibt es fast auf jedem Computer Microsoft Word! Man kann also überall seine Artikel schreiben und dann an einem PC mit Version 2007/2010 direkt hochladen. Nerviges Copy/Paste in den WordPress Editor adé und lange Bearbeitungszeiten auch!

Es ist für jeden Blogger einen Versuch Wert, Word als Redaktionsprogramm zu nutzen!

- ZhiZhi778

Deng Zhi-Bai

Technischer Administrator bei mint.network
19 Jahre jung und doch schon viel zu alt / Server-Administrator und Mitgründer von mint.network / angehende Elektrofachkraft / Grafiker und Webmaster / Autor / Ansprechpartner für alle technischen Support Anfragen

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6 Gedanken zu „Leichter Bloggen – Word und WordPress

  1. umbrella

    Ich persönlich finde Word ja grauenvoll zum Veröffentlichen von Blogpostings. Klar, man hat einen schönen Editor, man hat alle Funktionen die man braucht, aber viel angenehmer ist es doch, alles in Word oder einem anderen Programm zu schreiben, vielleicht auch zu formatieren, dann aber per Copy & Paste in’s Backend von WordPress einzufügen und so Zeug wie Bilder und Videos usw. dort einzufügen. Ich stehe halt immer kritisch gegenüber, wenn man mit Drittprogrammen auf so etwas zugreift.

    Antworten
    1. zhizhi778 Artikelautor

      Sicher, das Arbeiten mit Word und Anschließendem Copy&Paste war und ist ab und zu auch meine Arbeitsweise. Das problem dabei ist, dass Formatierungen tw. nicht übernommen und viel Müll mit reinkopiert wird. Wenn man sich nach dem Einfügen mal den Quelltext ansieht kann man sehr viel Krimskrams von Word sehen, elcher nicht benötigt und nicht angezeigt wird, aber die Seitengröße unnötig anheben.

    1. Deng Zhi-Bai Artikelautor

      Das macht absolut nichts aus, denn auch mit einem selbst gehosteten Blog ist die vorgestellte Lösung kompatibel! Einige andere Plattformen werden auch unterstützt, einfach mal selbst ausprobieren ;)
      ^Zhi

  2. Marco

    Hi. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung zu dem Thema. Ich benutze Word auch zum Posten und finde es vor allem für weniger internetaffine Leute ganz angenehm. Allerdings werden beim Bearbeiten eines vorhandenen Artikels keine Bilder / Tabellen heruntergeladen. Hast Du dafür eine Lösung?

    Besten Dank,
    Marco

    Antworten
    1. Deng Zhi-Bai Artikelautor

      Hallo Marco!
      Ich kann dein Problem leider nicht ganz nachvollziehen bei mir, hier funktioniert alles einwandfrei beim Bearbeiten von Artikeln.
      Es werden sowohl Bilder als auch Tabellen heruntergeladen und angezeigt. Deshalb vermute ich, dass ein lokales Problem bei deinem Setup vorliegt.

      LG ^Zhi

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