Heute haben wir wieder ein Interview für euch, nachdem wir vor einiger Zeit bereits Unearned interviewten, ist heute Shoxx an der Reih. Wer steckt hinter diesem Namen, was macht diese Person und warum haben wir gerade ihn als Interviewpartner?
Lest weiter über die spannenden Details, über ihn, das Internet und was er zu ACTA, Bloggen und dem modernen Lifestyle denkt!
Achisto: Die grundlegendste Frage muss ja zuerst kommen: Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Shoxx: Die Idee ist mir ungefähr im Juli 2011 gekommen. Damals hatte ein Kumpel von mir einen WordPress Blog am Laufen und das fand ich echt genial. Dazu kam noch, dass ich extrem technikinteressiert bin und die Leute aus meinem Umfeld fast nie über neue Ereignisse in der „Tech – Welt“ Bescheid wussten. Da ich auch zu dieser Zeit meinen Sport, den ich in meiner Freizeit sonst gemacht habe, an den Nagel gehängt habe, hatte ich sozusagen keine Beschäftigung mehr und ich war auf der Suche nach etwas Neuem – da kam mir das Bloggen gerade recht.
Also fing ich kurzerhand an eine Domain zu registrieren und meinen Blog zu coden. Nach circa 3 Wochen war ich mit den grundlegendsten Funktionen fertig und ich konnte die Seite online stellen. Meine Hauptthemen waren anfangs allerdings noch die Musikrichtung „Hardstyle“, die ich immer noch gern höre und das mobile Betriebssystem „Bada“ von Samsung, welches ich auf meinem Handy habe. Da diese beiden Themen aber nicht wirklich gut ankamen, schrieb ich nach einiger Zeit in diesen Kategorien fast nichts mehr.
Seitdem betreibe ich eigentlich einen reinen „Tech – Blog“, mit allem was dazu gehört. Das ist zum Beispiel das Internet, verschiedene Soft – und Hardware und auch die gesamte „Social Media – Schiene“, also Facebook, Twitter und Co. Nebenbei bringe ich dann ab und zu noch Game – und Film News. In Zukunft plane ich ebenfalls ein wenig mehr im Bereich „How – To’s“ zu machen. Wann und wie ich das umsetzen werde, weiß ich noch nicht. Das wird, wie vieles in Bezug auf meinen Blog, spontan und kurzfristig entschieden!
Du hast also ja schon einiges an Erfahrung in Bezug auf das Internet, was war da denn das am meisten einschneidendes Erlebnis?
Das ist eine gute Frage. Da das Internet ja bekannter Weise ständig in Bewegung ist, passiert auch wirklich andauernd etwas, was mich empört, erfreut oder etwas was mir persönlich nahe geht. Ich kann mich daher nicht direkt auf ein großes Ereignis festlegen, da ich fast täglich neue Sachen erfahre, die mich aufregen oder glücklich machen.
Deshalb wähle ich ein Geschehnis, was sich erst vor ein paar Tagen zugetragen hat und mir und vor allem auch vielen anderen Usern echt nahe gegangen ist. Es handelt sich dabei um einen Blog der offline geschaltet wurde, weil es die zwei Autoren aus persönlichen Gründen nicht mehr geschafft haben, den Blog weiterzuführen.
Jedoch war es nicht nur irgendein Blog, sondern es war der, deutschlandweit größte, „Bada – Blog“. Da diese Plattform sowieso schon recht benachteiligt ist, weil sie einfach nicht mit iOS oder Android mithalten kann, war das ein riesen Rückschlag für die Community und sicherlich nichts Gutes. Das ist auch das, was ich gerade ziemlich schade finde.
Hm, das Internet ist ja gut und schön, aber was machst du eigentlich so in deiner Freizeit, wenn du gerade nicht bloggst?
Eigentlich gibt es da nicht mehr allzu viel. Ich fotografiere sehr gern, was ich im Moment aber ziemlich zurückgefahren habe, weil ich den Winter nicht mag und nicht raus gehen will, um mir Motive zu suchen.
Im Sommer geht es dann aber wieder damit weiter. Ansonsten mache ich alles das was man in unserem Alter so macht: Mit Freunden abhängen, die Freundin so oft sehen wie es nur geht und natürlich PARTY!
Woher nimmst du neben den ganzen anderen Dingen da überhaupt noch die Motivation zum Bloggen?
Ich betreibe meinen Blog nicht, um dringend bekannt zu werden, oder um irgendjemand einen Gefallen zu tun. Ich blogge hauptsächlichst aus Überzeugung und aus Spaß, deshalb zwinge ich mich auch nicht (mehr) jeden Tag etwas zu schreiben. (Am Anfang war das tatsächlich mein Ziel) :-P
Jedenfalls blogge ich nur wenn ich auch wirklich Lust dazu habe. Falls mal keine Zeit ist, oder mein Tag einfach nur schlecht läuft, kommt auch nicht unbedingt ein Beitrag – Meistens würde der dann sowieso schlecht werden. Mein Blog ist auch nur ein Hobby und steht nicht an erster Stelle.
Nun, doch trotz Motivation braucht man ja auch Ideen, Denkanstöße, woher und wie holst du dir die?
Da ich meistens über Neuigkeiten berichte, kommt mein Denkanstoß immer von dort, wo gerade etwas passiert. Falls es vorkommt, dass tagelang nichts in der Technikwelt los ist, schreibe ich dann über Dinge, die mich selbst betreffen, nerven oder erfreuen – Je nachdem was mir gerade einfällt. Ab und zu verblogge ich auch mal ein Fundstück aus dem Weiten des Internets, sei es ein Link, eine Webapp oder was auch immer.
Da ich demnächst auch mehr in die Tutorial – und How to – Richtung gehen möchte, werden diese Artikel ebenfalls die Zeit, in der wenig Aktuelles passiert, überbrücken. Die Ideen werden dann spontan von mir kommen, oder von meinen Mitmenschen, die mich immer mal nach bestimmten Dingen in Bezug auf das Internet, PC’s und Ähnliches fragen.
Bei aktuellem Bezug fällt mir sofort ein Wort ein: auf deinem Blog findet man ja bereits einiges dazu, doch trotzdem nochmal von mir die Frage: was hältst du von ACTA?
ACTA ist einfach nur der letzte Dreck! Dieses Gesetz wurde im Geheimen von Lobbyisten ausgehandelt, dir nur ihre eigenen Interessen durchsetzen und das freie Internet begraben wollen. Daran ist nichts gut oder lobenswert, egal von welcher Seite man ACTA betrachtet.
Ich hoffe, dass dieses Teufelswerk so schnell wie möglich wieder vom Tisch ist, ansonsten wird es demnächst äußerst haarig im Internet – Und das sollte jeder, so gut wie es geht verhindern, sei es durch Demonstrieren oder Weiterverbreitung der nötigen Informationen an sein soziales Umfeld!
Klare Worte! Viele werden sich jetzt fragen, “woher hat er eigentlich das Know-How um einen Blog zu führen?” Wie hast du das alles rund um den PC, deinen Blog usw. gelernt, woher weißt du, wie man einen Blog aufsetzt, einen Server administriert?
PC’s haben mich, soweit ich zurückdenken kann, schon immer interessiert. Der größte Teil des Wissens den ich über das Thema besitze, habe ich mir selbst angeeignet, oder von einigen wenigen Personen gelernt.
Die ganze Angelegenheit der Websites, Server, etc. packte mich im Jahr 2009. Damals durfte ich bei einer Zwickauer IT – Firma ein zweiwöchiges Praktikum machen. Dort erlangte ich stabile Grundkenntnisse in HTML und CSS.
Ein Jahr später erstellte ich dann eine Website für eine Jumpstyle – Crew, bei der ich selbst Mitglied und Mitbegründer war. Dafür erlernte ich die serverseitige Skriptsprache PHP und die den Umgang mit dem Datenbanksystem MySQL, welche für die Dynamik auf der Page verantwortlich waren.

Mitte 2011 kam dann die Idee mit einem Blog. Da ich meine eigenen Ideen, in Bezug auf das Design und die Funktionen, verwirklichen und nicht auf ein CMS – System angewiesen sein wollte, habe ich mich entschieden den ganzen Blog kurzerhand selbst zu coden.
Allerdings wird es nicht so werden, dass ich mich jetzt zurücklehne und sage: „Mehr lerne ich nicht mehr, das reicht mir.“ Ich werde natürlich weiterhin meine Kenntnisse verbessern und mir neues Wissen aneignen – Stichwort: HTML5 und CSS3.
Dieses ganze Wissen kann sich ja durchaus bezahlt machen, weißt du schon, was du in deinem weiteren Leben machen willst?
Das ist eine sehr gute Frage! Mein Traum war es ja schon immer, mit 18 im Lotto zu gewinnen und als Frührentner durchs Leben zu kommen. :-P
Nein mal im Ernst. So eine richtig konkrete Vorstellung habe ich noch nicht von meinem weiteren Weg. Allerdings denke ich, dass ich irgendetwas mit Informatik, oder etwas was damit zu tun hat, studieren werden. Inwiefern sich das aber noch ändert, oder was es am Ende tatsächlich wird, weiß ich noch nicht.
Vielleicht kannst du dir deine Zukunft noch nicht zu 100 % vorstellen, doch hast du eine Vorstellung von deinem “typischen Blogleser”?
Meine typischen Blogleser stelle ich mir vorrangig technikinteressiert und vielleicht zu 80 Prozent männlich vor. Schon aus dem Grund, da ich wenige Mädels kenne, die sich für das interessieren könnten, worüber ich schreibe. Da ich aber auch manchmal über allgemeine Themen blogge, die theoretisch jeden betreffen (Facebook, ACTA, usw.), könnte es auch immer mal Leute auf meine Seite verschlagen, die nicht so viel mit Technik am Hut haben.
Eine Standartfrage, aber ich stelle sie immer wieder gerne: Ich gebe dir 10.000 € zur freien Verwendung – was würdest du zuerst damit machen?
Das ist schnell beantwortet. Als erstes würde ich mir ein Auto kaufen, was für eins genau weiß ich allerdings nicht genau.
Mit dem restlichen Geld würde ich mir noch ein Tablet (Zurzeit wäre ich auf das neue ASUS Eee Pad Transformer Prime scharf) und das Samsung Galaxy Nexus gönnen. Der Rest vom Geld würde gespart werden, natürlich vorausgesetzt es ist noch welches da :-P
Mit so viel Equipment um dich herum dürfte ja keine Langeweile aufkommen, doch was, wenn doch? Führst du dann Selbstgespräche und wenn ja über was redest du?
Tatsächlich, manchmal mache ich das – allerdings nur, wenn ich allein vor meinem PC sitze! Ich diskutiere dann mit mir über Sachen die gerade passiert sind, oder auch teilweise total belangloses Zeug.
Wenn du so gesprächig bist, verrätst du uns sicher auch, wie dein Name entstanden ist, und was er bedeutet?
Mein Nickname ist aus der Zeit der Jumpcrew (siehe oben) entstanden. Da in unserer Gruppe jedes Mitglied einen Ruf – oder Spitznamen haben sollte, habe ich eben so genannt. Wie ich auf den Namen gekommen bin, weiß ich nicht mehr so richtig – Er ist mir irgendwann mal eingefallen.
Was sind deine drei ersten Assoziationen, wenn du das Wort „Lifestyle“ hörst?
Das erste was mir dazu einfällt ist, dass jeder seinen eigenen Stil haben sollte, denn Leute die ihren Style nur von anderen kopieren sind meiner Meinung nach echt einfach nur armselig.
Weiterhin denke ich, dass jeder seinen Stil so durchziehen sollte, wie er ihn als gut empfindet. Das soll heißen, dass man sich nicht für jemand verändern sollte, oder nur weil man mal Kritik an den Kopf geworfen bekommt, mit der Sache aufhört, die man macht.
Zu guter Letzt, denke ich, dass man zu dem stehen sollte was man macht. Wenn man ein ausgefallenes Hobby hat, würde ich niemals abstreiten, dass ich diese bestimmte Tätigkeit ausführe.
Wir haben so viel über das Bloggen geredet, doch eine Frage fehlt noch, die kommt deshalb zum Schluss: Was bedeutet Bloggen für dich – in 2 Wörtern?
Meinungsäußerung und Informationsverbreitung
Das Wort zum Schluss – und wir danken dir sehr herzlich für das aufschlussreiche Interview, danke, dass du dir die Zeit genommen hast und natürlich wünschen wir dir alles Gute für die Zukunft und dein Projekt!
Ich bedanke mich ebenfalls, mir hat es ebensoviel Spaß gemacht und ich wünsche euch natürlich das Gleiche – vielleicht kann man ja in der Zukunft wieder etwas gemeinsam machen!
Weitere Infos zu Shoxx:
Blog: jumpshoxx.de
Twitter: Robin
Facebook: JumpShoXX
Fotocommunity: Shoxx
Ihr wollt auch interviewt werden, habt ein tolles Projekt, eine neue Idee oder ein bahnbrechendes Startup? Sagt uns Bescheid und wir setzen uns mit euch in Verbindung! :)
achisto
Neueste Artikel von achisto (alle ansehen)
- Mein Netzverhalten im Internet - Sa, 27. April 2013
- Die Telekom und Drosselung: meine Meinung - Mo, 22. April 2013
- Ein Testmonat bei Watchever und mein Fazit - Sa, 20. April 2013
- Die deutsche Telekom und ihr Service - Mi, 10. April 2013
- Hörbücher für iPod und iPhone selbst erstellen - Mi, 13. Februar 2013

Geiles Interview, den Shoxx kenn ich ja ;)
Wär nen Interview auch mit mir möglich?
Moin, klar, haben ja geschrieben, wir interviewen gerne immer wieder jemanden :) Für welches Projekt würden wir dich denn interviewen?
LG Achisto