[How-To] a day full of pics (Part I)

Erst gestern hatte ich von meiner Fototour berichtet, unter dem Titel “a day full of pics”, und schon heute gibt es einen weiteren Artikel dazu, woran liegt das? Hauptsächlich ander guten, nein hervorragenden, Resonanz, den der Artikel bei Freunden, Followern und anderen hervor rief. Ein sehr gutes Beispiel ist das Posting von mir bei Google+ (siehe Bild), in dem ich auf den Artikel hinwies, und in dem sich eine Unterhaltung über die Fotos, deren Entstehung und Bearbeitung entwickelte.

Doch nicht nur dort waren die Rückmeldungen so positiv, auch auf Facebook schrieben mich Freunde wegen der guten Bilder an, na gut ich gebe es zu, vielleicht war es die richtige Wahl gewesen, als “Bild zum Beitrag” ein oder das Bild des Auges unserer Begleiterin zu nehmen ;)

In diesen Gesprächen trat mehrfach die Frage nach dem Equipment, dem Arrangement der Bilder und der Nachbearbeitung auf. Den Fragen werde ich nachgehen, sie beantworten, dazu gibt es für jedes der veröffentlichten Bilder einen vorher-nachher-Vergleich und die Aufschlüsselung der einzelnen Bearbeitungsschritte. Und natürlich gibt es für jedes Bild eine Erklärung zum Arrangement!

Bei dem Bildern ist jeweils oben das Original, darunter die bearbeitete Version, wieder darunter die geänderten Werte in der Reihenfolge ihrer Anwendung. An oberster Stelle stehen fett die Belichtungszeiten und Einstellungen der Kamera

Den Anfang macht das Bild meiner schwarzen Silhouette vor der untergehenden Sonne und den Kränen. Zur Entstehung: eigentlich war nicht geplant, dass ich photographiert werde, sondern ich hatte einen Kran ablichten wollen. Doch wozu hatten die anderen Beiden Kameras, beide hielten drauf und lichteten mich wiederum ab.

Werte (Canon IXUS 115 HS) 1/500 s f/2,8 5 mm ISO 200
Freistellen: Gedreht - 1,68
Schwarz-Beschneidung + 45
Belichtung - 4,00
Kontrast + 40

Es ist deutlich zu erkennen, was für Unterschiede bestehen, am besten kommen diese zur Geltung, wenn man die Bilder groß anschaut und weiterklickt. Was habe ich also alles geändert?


Das zweite Bild der Serie war das eines Krans – mit weißem Himmel und relativ “harten” Kanten, unbearbeitet sieht es zwar ganz OK aber recht unspektakulär aus. Der Kran ist der, den ich im oberen Bild fokusierte, ein recht typisches Bild, aber dennoch ganz hübsch.

Werte (Nikon D60) 1/100 s f/5,0 18 mm ISO 200
Filter Bleach-Bypass
Schwarz-Beschneidung + 12
Belichtung + 3,40
Kontrast + 20
Helligkeit + 13
Dynamik - 8
Sättigung - 23
Klarheit + 55
Aufhelllicht - 3
Wiederherstellung - 10

Als erstes habe ich also den Filter drüber gelegt, die anderen Parameter habe ich danach geändert. Mit dem Resultat bin ich recht zufrieden. Wie findet ihr es?


Das nächste Bild wurde im Gegensatz zu diesem nur geringfügig verändert – das war schon bei der Aufnahme gut (: Solche Situationen mag ich gerne, in der Realität sah die Szene richtig mystisch aus, ich habe versucht, es möglichst gut rüber zu bringen. Industrieanlage + Sonneuntergang = top!

Werte (Nikon D60) 1/80 s f/4,5 26 mm ISO 200
Schwarz-Beschneidung + 20
Belichtung - 2,33

Zwei Dinge geändert, aber das Resultat ist gleich besser, der Himmel kommt besser zur Geltung und das Gerippe auch. Wobei hier eine manuelle Belichtung vor Ort mit kürzerer Belichtungszeit auch geholfen hätte.


Weiter mit dem nächsten Bild, auch hier war eigentlich nur der Himmel nicht optimal, auch hier eine ganz schöne Stimmung, die Position ist die gleiche wie zuvor, jetzt mit anderer Brennweite.

Werte (Nikon D60) 1/100 s f/5,0 48 mm ISO 200
Schwarz-Beschneidung + 15
Dynamik + 40
Klarheit + 60
Aufhelllicht - 12
Belichtung - 0,33
Kanteneffekt PC-Vignette 2

Der Effekt am Ende bewirkt, dass die Ecken bzw. das gesamte Bild am Rand leicht abgedunkelt werden, es entsteht ein leichter “Tunnel-Effekt”.


Kommen wir zu einem Highlight des Artikels: dem mysteriösen Auge! Daran wurde etwas mehr bearbeitet, als nur Kontrast und Helligkeit, es wurde richtig nachbearbeitet. Dafür reichte auch nicht Lightroom alleine, Photoshop tat gute Dienste. Ein wenig Überzeugungsarbeit war nötig, jetzt darf ich ihr Auge präsentieren. Dass Frauen immer so eitel sein müssen… (:

Werte (Canon IXUS 115 HS) 1/500 s f/2,8 5 mm ISO 200
Korrektur automatische Tonwertkorrektur
Klarheit + 20
Dynamik + 44
Kontrast + 49
Schwarz-Beschneidung + 7
Aufhelllicht + 30
Sättigung - 12
Rönung - 36
Helligkeit + 43

Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass ich einen Teil des Lidschatten retuschiert habe (müssen), damit er besser und sauberer aussieht. Ansonsten noch ein bisschen an der Farbe und am Kontrast gedreht, das Bild sollte absichtlich nicht realistisch sondern leicht abstrakt wirken! Ich habe recht viel herumgespielt, am Ende kam das gewünschte Ergebnis heraus!


Der erste Teil der Fototour ist nun hinter uns, wie dem anderen Artikel zu entnehmen ist, verließ uns unsere Begleiterin und blacklens und ich fuhren weiter zu einem anderen Ort. Jetzt kommen noch Nachtaufnahmen von unserer schönen Heimatstadt und ein Panorama, doch erst mal eine Pause.

Denn dieser Wechsel der Location bietet sich perfekt an, einen Cut zu machen, der Artikel ist an dieser Stelle schon lang genug, und die restlichen Bilder in einem zweiten Artikel zu behandeln. Dieser wird morgen erscheinen.

Ich hoffe, ich habe euch gute Einblicke geben können, wie ich photographiere, wie ich meine Bilder nachbearbeite und vor allem einige Anregungen und Tipps gegeben, die euch weiterhelfen. Wenn ihr noch Fragen habt, etwas in meiner Beschreibung unklar ist oder ihr Hilfe braucht, meldet euch, ich werde auf jede Frage eingehen!

Doch ein kleines PS, einen kleinen Nachtrag, habe ich noch: ich hatte eingangs erwähnt, dass ich mein Equipment vorstellen will, das kommt nun, noch drei Bilder mit Beschreibung, auch hier könnt ihr natürlich Fragen stellen!


Mein liebstes Stück: eine Nikon D60. Auch hier ein Effekt drüber gelegt, ich benutze zusammen mit der Kamera einen GPS-Logger für den Blitzschuh, einen externen Blitz, Sonnenblende, Fernauslöser (Funk) und einen Sun Sniper als Gurt im Wechsel mit dem Standart-Gurt. Über beides wird bald eine kleine Review veröffentlicht werden.


Mein zweiter guter Freund ist meine Kompaktkamera, ich verlasse das Haus nicht ohne sie. Zubehör habe ich für sie (noch) keines. Auf der Wunschliste steht aber ein zweiter Akku und ein Netzgerät-Adapter für’s Akkufach. Der Akku muss früher oder später sein, da ich sie wirklich überall dabei habe, sie als Kamera für Schnappschüsse, Partys usw. gut geeignet ist. Wenn Gepäck möglich ist, greife ich aber im Zweifel zur Nikon.


Zu guter Letzt ehre ich noch mein Stativ. Es ist ein Kullmann und geschätzte 25 Jahre alt, ein “Geschenk” von einem Bekannten. Eigentlich eine Leihgabe aber … Ich bin hochzufrieden, es ist kaum verschlissen, nur an manchen Stellen trotz der starken Benutzung und dem Alter: es ist schließlich wirklich überall mit dabei. Ich habe keine Erfahrung, aber mein nächstes wird wohl wieder ein Kullmann sein :)

Das Foto ist übrigens mit der Canon gemacht, man kann erkennen, wie die Qualität in einem mittelmäßig gut beleuchteten Zimmer ist.

Das war es nun aber wirklich für heute, für den heutigen Artikel! Freut euch auf den morgigen und nun haut in die Tasten und kommentiert!


Den zweiten Artikel der “Serie” findet ihr unten verlinkt, außerdem den eigentlichen Fototour-Artikel:


achisto

Autor und Fotograf bei mint.network
Administrator, Blogger, Fotograf. Mitgründer von mint.network im July 2011. Hauptsächlich als Autor und Fotograf tätig.

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