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Der ganz alltägliche Wahnsinn

Warum ist man nur jeden Abend so fertig und geschafft? Wieso hat man auf nichts mehr Lust, ist so antriebslos? Vielleicht kann ja eine Übersicht über den Tag helfen – heute war zum Glück kein solcher Tag!

7:00 – Aufstehen
Nur Mittwoch und Donnerstag kann ich ausschlafen, die anderen Tage geht’s leider schon früh um sieben Uhr raus – duschen, essen, Tasche packen, ein Blick auf den Kalender, ein Blick in den Spiegel, sehen, wie verpennt man aussieht, einen letzten sehnsuchtvollen Blick auf’s Bett werfen und dann ab in die Tretmühle…achnein, heißt ja Schule!

 

8:15 – Schulanfang
Juhu, endlich darf ich wieder in der Schule sein! Jetzt heißt’s erst einmal “Doppelstunde Englisch”! Wie gut, dass man nach dem Wochenende fit und in bestem Zustand ist, um die Stunde schlaffrei zu überstehen! Fit wie ne Katze auf der Jagd…der Vergleich war schlecht, aber ich wollte das Bild reinbringen :P

 

9:45 – Pause
Eine Viertelstunde Zeit, endlich wieder was zu essen, und überhaupt mal in Erfahrung zu bringen, wie das Wochenende beim Rest so war. Wieso geht’s danach eigentlich nicht mit Mathe oder Chemie sondern mit Deutsch weiter? Schon wieder zwei Stunden, während denen man mit dem Schlaf kämpfen muss!

 

10:00 – Doppelstunde Deutsch!
Darauf habe ich mich schon das ganze Wochenende gefreut! Endlich wieder Deutsch, endlich wieder die Maria Stuart bis ins kleinste Detail analysieren. Und endlich wieder ein Fach, bei dem man geistig so gefordert wird, dass man wach bleibt, und das so viel Abwechslung bietet! Schon allein der Einband des Deutschbuches…

 

11:30 – Schon wieder Pause
Ach ne, die Pause müsste nicht sein – denn danach geht’s mit Sozialkunde weiter. Eigentlich ein wirklich interessantes Fach die letzten Jahre, aber dieses Jahr ist der Lehrer auch irgendwie…einschläfernd. Wenn die Pause wäre, würde man den Übergang zwischen Deutsch und Sozialkunde wenigstens nicht merken…Und ich hätte gerne Sonne draußen! Warme Steine zum Sonnen :)

 

11:45 – Man kann jedes Thema totreden
In diesem Fall wäre das wohl der Euro, Eurokrise, Griechenland, Italien, Frankreich, China … ich kann’s nicht mehr hören! Naja, immerhin gibt’s etwas Abwechslung, heute steht ja eine Präsentation an! Und der Referend ist…ach verdammt, das bin ja ich. Dann mal nix wie vor, vielleicht kann ich ja ein paar Punkte raushauen!

 

12:30 – Der Höhepunkt des Tages
Und ich gehe um 14 Punkte reicher aus dieser Sozialkundestunde! Irgendwie hat die sich also doch gelohnt, dem Lehrer hat meine Präsentation zumindest gefallen, vom Rest des Kurses habe ich irgendwie nicht viel mitbekommen! Naja, die einzige wirklich gute Stunde an diesem Tag steht an: Chemie! Und was haben wir nochmal gemacht? Achja, mit Farbstoffen angefangen. Wenigstens was Interessantes!
Ach, wie man sich täuschen kann: Farbspektrum, Wellenlänge, Licht etc. steht an. Ja, ich weiß, das ist wichtig, um Farbstoffe, deren Eigenschaften und überhaupt das Thema zu verstehen, aber zum ersten Mal habe ich das in der 6. Klasse gemacht, zum letzten Mal in der 9., dazwischen auch noch irgendwo mal. Irgendwann kann man selbst diesen Stoff!

 

13:15 – Endlich Schule aus! Lecker Essen!
Heim geht’s! Eine viertelstunde Fahrrad fahren – verdammt ist es schon kalt geworden, ich sollte mir ne dicke Jacke kaufen – aber die Vorfreude auf’s Essen ist groß! :P
Natürlich gab’s kein so feines Essen, wie auf dem Bild, aber eine leckere Kartoffelsuppe! Mit Brot schmeckt die richtig lecker! Für das Bild ein herzlicher Dank an  oldskoolman!

 

14:00 – noch mehr Arbeit
Daheim, gesättigt, doch ein Blick in den Planer verrät: es stehen ein Plakat, Hausaufgaben, eine weitere Präsentation sowie ein paar Besorgungen in der Stadt an. Ich plane mir ja jetzt meine Zeit schon ein und versuche, alles so gut wie möglich zu schieben, aber trotzdem reicht sie irgendwie nie. Naja, liegt vielleicht ja doch nicht nur an mir :)

 

17:00 – kurze Auszeit
Endlich eine Ablenkung und Auszeit vom Schulalltag, ich habe Saxophonunterricht. Doch leider nur eine halbe Stunde, die könnte viel, viel länger sein. Naja, wofür hat man BigBand noch zusätzlich einmal die Woche und auch eine halbe Stunde, so kurz sie ist, tut gut! Denn Entspannung ist immer wichtig, macht den Kopf frei und man hat neue Ideen…

 

18:00 – noch mehr Arbeit die Zweite!
Und weiter geht’s, schließlich will ich auf’s Plakat und die Präsentation mindestens 10 Punkte kriegen. Vielleicht sind meine Ziele auch einfach zu ehrgeizig? Egal, Punkte, Punkte, Punkte, mindestens 10 überall :P Nur langsam wird’s dunkel, da steigt die Motivation gleich viel mehr, yeah! Naja, der Mond draußen sieht schön aus, es ist dunkel!

 

21:45 – keine Lust mehr
Es reicht! Genug! Aus! Schluss! Präsentation und Plakat stehen, der Rest auch irgendwie, jetzt kommt das heute journal, irgendwann muss man ja  mal aufhören. Außerdem ist das ja auch Bildung (gell, her Sozialkundelehrer!?). Danach in’s Bettchen, noch eine Kerze an, um die dunkle Jahreszeit zu vertreiben.

 

23:00 – dunkel war’s, der Mond schien helle…
Mein Bett. Mein bester Freund. Mein liebster Freund. Und jetzt geht’s ab in die Heia, morgen wird’s auch nicht besser und es hat sich sicher wieder was angesammelt. Achja, die Besorgungen wären ja noch auf der ToDo. Und neue Dinge für morgen. Mann, wo soll das nur enden? Naja, nicht zu viel nachdenken, da schläft man so schlecht…gut’s Nächtle!

 

24:00 – Durst!
Wird nix mit schlafen, der Hunger treibt einen raus. Nein, eigentlich der Durst, aber wenn man schon mal am Kühlschrank ist, kann man auch gleich noch ein Brot essen…man muss ja was für die Figur tuen! Jetzt aber wirklich in’s Bett, morgen wieder um 7 raus…nur noch 6 1/2 Stunden Schlaf, das kann ja heiter werden…und in der ersten Stunde habe ich Geschichte…NEIN! -.-

 


Wer sich jetzt denkt: “das hast du doch sicher an einem entspannten Tag geschrieben und den beschriebenen gab’s nie” der bekommt ein jaein. Denn den Tag gibt es, alle Woche kommt er wieder, aber das mit dem entspannten stimmt, schließlich ist heute Freitag!

Deshalb gibt es auch sehr entspannte Grüße von der Couch mit Essen und Trinken,

achisto

achisto

Autor und Fotograf bei mint.network
Administrator, Blogger, Fotograf. Mitgründer von mint.network im July 2011. Hauptsächlich als Autor und Fotograf tätig.

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