Seit der Erfindung des Handys werden sie von Tag zu Tag beliebter und mit Einführung der ersten Smartphones, der Revolution des Marktes durch Apple’s iPhone im Jahre 2007, überschwemmen sie den Markt: Die Mobile Devices.
Fast jeder hat solch ein Gerät zu Hause, sei es das klassische iPhone, ein Android, Windows Phone oder Blackberry, iPod Touch, iPad… um nur einige zu nennen.
Und auf den Straßen sind sie mittlerweile auch fast überall zu erblicken: Ob im Bus/Zug als Daddelmaschine zum Zeit toschlagen und als Ablenkung, in der Schule um schnell mal ein paar Infos zu recherchieren oder auf der Geschäftsreise ein paar Mails checken – Mobile Devices sind mittlerweile fest in unser Leben integriert. Unumstritten ist die Nützlichkeit dieser Geräte allemal, doch es stellt sich die Frage:
Sind diese Mobile Devices auch ein Fluch?
Das wird Thema sein in den folgenden Zeilen! Dabei werde ich diese Frage weniger auf die hochwissenschaftliche Art ausdiskutieren, sondern mit einfachstem logischen Denken und basierend auf meiner eigenen Erfahrung beantworten.
Lasst euch überraschen ;-)
Zuerst einmal die Frage an euch Leser: Besitzt ihr ein Smartphone? Ein Blackberry? Oder gar einen Tablet PC? Habt ihr euch schonmal Gedanken über diese Frage gemacht?
Die meisten werden die erste Frage wohl mit Ja und die zweite mit Nein beantworten – klar, wenn wir etwas praktisch finden, dann stellen wir gar nicht in Frage, dass es vielleicht auch negative Seiten haben kann – solange alles so tut wie wir wollen.
Aber fangen wir mit einem einfachen Beispiel an:
Wir kaufen und nutzen immer mehr Smartphones und Tablet PCs, mobiles Surfen, Chatten, VoIP’en usw. dabei vergessen wir zweierlei Dinge:
1) Die Netzbelastung: Die Mobilfunknetze in Deutschland sind noch lange nicht “gut” ausgebaut, damit meine ich nicht etwa die Netzabdeckung, sondern die Kapazität. Ihr werdet sicherlich schon einmal mitbekommen haben, dass auf Großveranstaltungen ihr euer Smartphone gezückt habt und die neuesten Dinge auf Facebook checken wollten, doch huch? Das Netz ist tot. Nichts geht mehr. Und wer denkt in solchen Situationen daran, dass auch kein Notruf möglich ist? Und das ist besonders ärgerlich, denn hier gefährden wir unsere Mitmenschen – einfach nur dadurch, dass wir den Komfort nicht missen wollen überall online sein zu können.
2.) Die Strahlenbelastung: Ein umstrittenes Thema – sicherlich – aber es wurde mittlerweile schon mehrfach bewiesen, dass Mobilfunkfrequenzen schädlich sind für Menschen und Krebs verursachen können. Sicherlich gibt es hier eine SAR Vorgabe, dort eine Richtlinie etc. Aber: Wir haben heutzutage so viele Geräte, die um uns herum strahlen und Daten senden, dass wir durchgehend belastet werden. Ob gewollt oder ungewollt und wer stellt sicher, dass doch mal das eine oder andere Gerät sich nicht an die Vorschriften hält? Wie kann man sich dagegen schützen, wenn man zwar selbst ein strahlenarmes Handy hat, aber nebenan noch fünf Personen ein Strahlenmonster haben? Und was ist, wenn das Netz ausgebaut werden muss (mehr Sendemasten) weil die Kapazität eben nicht ausreicht? Richtig die Belastung steigt weiterhin an. Die Folgen werden wir in Zukunft, wenn es zu spät ist, leider erst zu spüren bekommen. Man muss sich vor Augen führen: in einer durchschnittlichen Stadt gibt es sogut wie keinen Winkel, der unberührt ist von Funkstrahlung. Könnten wir sie sehen, so wären wir blind weil sie überall im Raum ist und alles andere verdeckt.
“Mobiles Internet”
Ein wahrer Segen für alle, immer und jederzeit kommunizieren können, ist das nicht toll? Ja ist es!
Aber es birgt auch Gefahren in sich:
1) Die klassische Gefahr des Datenmissbrauch und Verlustes:
Ein Handy heutzutage beinhaltet fast das gesamte private Leben ganz zu schweigen von einem Tablet wie dem iPad. Man speichert vertrauliche E-Mails, Fotos, Konversationen, Online Banking,…
Und plötzlich ist das Handy weg – geklaut oder defekt :-O was nun? Wenn man Pech hat sind wichtige Daten verlorengegangen und im worst Case hat man am nächsten Tag die Kündigung vom Chef im Briefkasten, weil Betriebsgeheimnisse publik wurden.
2) Die gesundheitliche Belastung:
Wir beobachten das Phänomen des dauerhaft erreichbar seins immer häufiger – immer und überall chatten, skypen usw. Auch mitten in der Nacht, bequem im Bett mit iPhone oder iPod Touch – sehr praktisch. Aber halt! Schläft man nicht nachts normalerweise? Ja da war was…
Oder konzentriert man sich nicht auf der Arbeit, in der Schule und so weiter und so fort? Anstatt Nachrichten auszutauschen?
Diese Mobile Devices werden zum Suchtfaktor, wir wollen sie nicht mehr missen und beeinträchtigen uns dadurch selbst – Krankheiten wie das Bunrout Syndrom werden dadurch nur gefördert, denn es bedeutet zusätzlichen Stress nachts statt zu schlafen zu surfen oder morgens früh vor der Arbeit schonmal die Mails zu checken und Aufgaben vorzubereiten. Zudem darf man nicht vergessen: Die Haltung unserer Hände beim Bedienen der sogenannten Touch-Geräte ist mindestens so ungesund, wie die Bedienung einer nicht ergonomisch geformten Computermaus. Gelenkschmerzen im Alter sind garantiert. Das dauerhafte Starren auf den Bildschirm fördert die Ermüdung der Augen (Stressfaktor für das Gehirn) und Kurzsichtigkeit.
Die vielen Sinneseindrücke in kurzer Zeit stressen unsere Hirnzellen sehr.
Denn ob es nun mobil sein mag oder nicht – alle negativen Faktoren des Computerarbeitsplatzes sind übertragbar! Denn schlussendlich sind unsere iPhones auch nur PCs im Taschenformat.
Der Unterschied liegt nur leider darin, dass wir es nicht so sehr wahrnehmen, dass dieselben Gefahren und Gesundheitsrisiken auch bei Mobile Devices vorliegen – ich meine wer hängt schon nachts dauerhaft vor dem Computer? Man liegt doch lieber im Bett mit seinem Smartphone! Aber die Belastung ist dieselbe. Man fühlt sich müde und schlapp, doch sucht man nach der Ursache und findet sie nicht – vielleicht sollte man den Blick mal auf diese kleine Sache wenden, welche täglich in unserer Hosentasche schlummert ;-)
Schlusswort:
Wie man sehen kann, sind unsere nützlichen kleinen Helfer leider auch ziemlich hinterlistig und schaden uns unbewusst. Ich kann nur an euch appellieren, euer Nutzungsverhalten mal zu beobachten und gegebenenfalls etwas umzustellen – ihr tut euch damit nur Gutes! (:
Ich hoffe ich habe ein bisschen zum Nachdenken angeregt, vielleicht wusstet ihr schon alles oder aber habt noch was hinzuzufügen? Kommentare und Diskussionen sind gerne erwünscht ;-)
Deng Zhi-Bai
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